CSD Fachtag: Vielfalt - Leben - Perspektive

Tagungen
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Datum: Donnerstag, 23. September 2021 14:00 - 20:00

Vielfalt.
Leben.
Perspektiven.
Intersektionalität in queeren Bewegungen
 
Online-CSD-Fachtag . 23. September 2021
 
Politiker*innen unterschiedlicher Parteien und aufgeregte Talkshow-Gäste empören
sich darüber, dass ein Zuviel an Gleichstellungspolitik für Lesben, Schwule, Bisexuelle,
Trans*, Inter* und queere Menschen die Sozialpolitik immer stärker in den Hintergrund
verdrängen würde. „Identitätspolitik“ wird zum neuen Kampfbegriff. Aber warum müssen
Benachteiligungen eigentlich gegeneinander ausgespielt werden? Warum werden
sie nicht zusammen gedacht?
Vor diesem Hintergrund setzt sich der diesjährige CSD-Fachtag mit dem Thema
Intersektionalität auseinander. Intersektionalität bedeutet, dass verschiedene Diskriminierungsmerkmale
z.B. Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, Religion, Alter, Behinderung,
soziale Herkunft oder Gesundheit miteinander verwoben sind und zusammenwirken.
Intersektionalität setzt sich zudem kritisch mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen,
die Ungleichheit produzieren, auseinander.
Auch in der queeren Emanzpationspolitik spielt das Thema Mehrfachdiskriminierung
eine große Rolle. Im Zuge dieser Diskussion werden aber auch Ungleichheiten in den
queeren Szenen deutlich sichtbar. Viele queere Organisationen und Projekte entwickeln
deshalb Maßnahmen, um die Ausgrenzung z.B. aufgrund einer Behinderung,
einer Migrationsgeschichte oder Armut in der Community abzubauen.
 
Der CSD-Fachtag möchte einen Raum bieten:
▶ für eine Auseinandersetzung mit der intersektionalen Theorie, um das
Zusammenwirken unterschiedlicher Diskriminierungsmerkmale besser
zu verstehen,
▶ für den Austausch über queere Aktionen und Maßnahmen, die dazu
beitragen, strukturelle und alltägliche Diskriminierung abzubauen und
Solidarität zu fördern
▶ für neue Ideen und Vernetzung.
Vielfalt.
Leben.
Perspektiven.
Intersektionalität in queeren Bewegungen
 
Online-CSD-Fachtag . 23. September 2021 -
 
FACHTAG
Programm:

14.00 Uhr Begrüßung
Grußwort: Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld
 
14.15 Uhr Vortrag „Unsichtbares sichtbar machen - Intersektionale Perspektive auf die LSBTIQ* Community“
Prof. Dr. Tatjana Zimenkova (Vizepräsidentin für Internationales und Diversität der Hochschule
Rhein-Waal) & Dr. Verena Molitor (Zentrum für Deutschland- und Europastudien, Universität Bielefeld)
 
14.45 Uhr Vortrag: „Intersektionale Communities vernetzen“
Rebecca Knecht und Lilith Raza, Queeres Netzwerk NRW
 
15.15 Uhr Pause
 
15.30 Uhr Workshops
 
1 „Diskriminierungsfreie Sprache: Möglichkeiten, Widerstände, Potentiale “
Melina Holz, Mädchenhaus | Agnieszka Salek, Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld
 
2 „Empowerment“ Peter Hölscher, queerhandicap e.V.
 
3 „Schutz- und Stärkungsräume“
Nerea Discher , SCHLAU bielefeld | Hanna Küsgen, Mosaik | Velican Y., Freihaus Bielefeld
 
4 „Vielfalt und mehrdimensionale Diskriminierung in der psychosozialen Beratung“
Bert-Ulf Prellwitz, Aidshilfe Bielefeld | Cornelia Neumann, Psychologische Frauenberatungsstelle
 
17.45 Uhr Austausch über die Ergebnisse der Workshops
 
18.20 Uhr Pause
 
18.30 Uhr Podiumsdiskussion
„Wie kann eine intersektionale Sichtweise in der praktischen Arbeit verankert und gelebt werden?“
NN, Queere Jugendprojekte
Rebecca Knecht, Queeres Netzwerk NRW
Désirée Langenbrink, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW
Dr. Verena Molitor, Universität Bielefeld
Peter Struck, BIE Queer e.V.
Friederike Vogt, Koordinatorin LSBTIQ* der Gleichstellungstelle der Stadt Bielefeld
Prof. Dr. Tatjana Zimenkova, Hochschule Rhein-Waal
 
Moderation des CSD-Fachtags: Oliver W. Schulte
 
▶ Datum: 24. Juni 2021 von 14:00 – 20:00 Uhr
▶ Anmeldung: bert-ulf.prellwitz@aidshilfe –bielefeld.de
 
 
Hier gehts zum Flyer als PDF
 
 
 

 

 

Alle Daten


  • Donnerstag, 23. September 2021 14:00 - 20:00
"Das Konzert des 'Jungen Gospelchores' hat mir sehr gut gefallen. Besonders gelungen fand ich die Moderation von Herrn Schulte. Ich habe spannende Hintergundinformation über die einzelnen Stücke erfahren und konnte so die Musik nochmal ganz neu erleben. Über manche seiner Witze und Anekdoten muss ich heute noch schmunzeln. Danke für diesen Abend!"
Ellen la Camp, Konzertbesucherin aus Bielefeld